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Aus dem Norden
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Energiehandel - Vermarktung - Marktintegration

Preise und Preistreiber

Die Energiewelt ist komplex. Der Energiemarkt hat sich längst zu einem globalen Markt entwickelt der von verschiedenen Einflussfaktoren wie z.B. Politik, Unternehmen, Erwartungen der Händler und Wetter beeinflusst wird. Mit den beiden Kapiteln I. Strom- und Ausgleichsenergiepreise und II. Einflussfaktoren für konventionelle Energieträger möchten wir euch deshalb einen kompakten Einstieg in das Thema ermöglichen.

I. Strom- und Ausgleichsenergiepreise

Neben den Rohstoffpreisen, welche die Erzeugungskosten der konventionellen Erzeuger beeinflussen, spielen natürlich auch die Erneuerbaren Energien, der Stromverbrauch, der Strom Im- und Export in Nachbarländer und der Handelsplatz für Strom eine Rolle. So lässt sich Strom über OTC-Geschäfte, Termingeschäfte, Day Ahead (SPOT) und Intraday handeln. Die folgenden zwei Absätze beleuchten die Termingeschäfte und die Spot- und Ausgleichsenergiepreise.

Termingeschäfte (Futures)

Bei Termingeschäften verpflichten sich Käufer und Verkäufer zu einem bestimmten Preis, eine bestimmte Leistung über einen bestimmten Zeitraum zu produzieren oder abzunehmen. Die monatlichen Durchschnittspreise für einen Monatsvertrag sind in der unten abgebildeten Grafik zu erkennen. Hierbei zeigt der durchgezogene Kurvenverlauf  die historischen Preise von Monatsverträgen an (Phelix Month Base). Die blaue Linie zeigt an, welche Preise die Käufer/Verkäufer am Tag (09.02.2017) bereit waren zu akzeptieren um eine Stromlieferung für einen bestimmten Folgemonat zu vereinbaren. Wie in der Abbildung zu sehen, sind im Winter höhere Strompreise zu verzeichnen als im Sommer. Gründe für diese saisonale Schwankung können beispielsweise eine erhöhte Stromnachfrage im Winter sein.

Verlauf der monatlichen Strompreise (Futures)

Spotpreise und Ausgleichsenergie

Da die Produktion von Erneuerbaren Energien wie Solar und Wind nicht über Monate planbar ist, ist der Spotmarkt für die Vermarktung von Erneuerbaren Energien besonders geläufig. Denn am vortägigen Spotmarkt besteht die Möglichkeit die geplante Produktion stundenscharf einen Tag vorher anzubieten und zu verkaufen. Somit kann man insbesondere bei Erneuerbaren Energien besser auf Produktionsschwankungen innerhalb des Folgetages reagieren und somit Strafzahlungen in Form von Ausgleichsenergie besser vermeiden. Denn produziert die Anlage nicht das was verkauft wurde, so wird die Differenz über die Ausgleichsenergie abgerechnet. Dieser ist für jede Viertelstunde unterschiedlich und wird aus dem Einsatz der Regelleistung errechnet. Zusammen mit der Ausgleichsenergie bildet der Spotpreis somit die wichtigste Berechnungsgrundlage für den Umgang mit Erneuerbaren Energien.

Durchschnittliche Monatspreise für Ausgleichsenergie und des vortätigen Spotpreises

 

II. Einflussfaktoren für konventionelle Erzeuger

In diesem Abschnitt werden die Einflussfaktoren für die konventionellen Erzeuger beschrieben. Denn diese bestimmen mit ihren Preisen die Rohstoffkosten für die konventionelle Erzeugung. Hierbei stehen Kohle, Öl, Gas und Emissionszertifkate im Fokus.

Gas, Öl und Kohle

Aus der Grafik "Entwicklung der Gas-, Öl- und Kohlepreise“ ist ersichtlich, dass die Preise für Gas, Öl und Kohle seit Jahresanfang 2016 wieder steigen. Um diese Tendenz zu erhalten, haben die OPEC Staaten im November 2016 beschlossen die Ölförderung soweit zu reduzieren, sodass der Ölpreis wieder auf 50-60 Dollar pro Barrel stabilisiert wird.

Entwicklung der Gas,- Öl- und Kohlepreise

 

Emissionszertifikate

In der Grafik „Entwicklung der Emissionszertifikate“ ist der Verlauf für die Preise der Emissionszertifikate seit 2013 dargestellt. Emissionszertifikate müssen von großen konventionellen Stromproduzenten, dem Luftfahrtsektor und von der Schwerindustrie gekauft werden, um klimaschädliche Stoffe wie CO2 emitierren zu dürfen. Die Preise für die Emissionszertifkate stehen allerdings häufig in der Kritik. So beschreibt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), dass der wahre Preis für CO2 bei 80Euro liegt und der schwankende Preis um 5 Euro die wahren Kosten bei weitem nicht abdeckt. Hinzukommt, dass der Emissionshandel nach Berechnung des BEE selbst bei einen Reduktionspfad von jährlich 2,4 Prozent, wie ihn der Umweltausschuss des Europaparlamentes Ende vergangenen Jahres vorgeschlagen hatte, die Zielsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens „sehr deutlich überschreiten würde“. Der BEE nennt den Emissionshandel daher „unwirksam und ein schwerwiegendes Hemmnis für wirksamen Klimaschutz“.

Emissionszertifikate

Kontakt:

Sören Jensen Sj@nordgroon.de