Kartoffeln, Eier, Strom.

Auch den Strom gibt’s jetzt aus der Nachbarschaft:
Unsere regionale Direktvermarktung für Betreiber und Verbraucher.

Hundertundmehr Prozent Norden.

Nordgröön ist Ihr Partner bei der Ertragsoptimierung Ihrer Erzeugungsanlagen.

ENTSCHEIDEND IST,

WAS HINTEN RAUSKOMMT

Direktvermarktung von Biogas: Trotz gesenkter Prämie erwirtschaften
wir höchste Erträge - in den vergangenen Jahren durchschnittlich weit über 100%
der Marktprämie. Natürlich ergänzend zu den Einnahmen aus Regelleistung,
bedarfsgerechter Produktion und Flexibilitätsprämie.

Rückenwind

für Ihre Rendite

Unser Angebot für Ihre Windkraft:
Wir bieten individuelle, standordabhängige Servicefees
und die besten Modelle für Ihren Windpark.

Im Norden überrascht nicht der Regen,

sondern die Sonne.

Unser Angebot für Ihre Photovoltaik:
Standordabhängige Servicefee auf Basis Ihrer Viertelstundenlastgänge.

Industrielle Flexibilitäten
Demand Response

Erzeugung und Verbrauch in Balance und auf Augenhöhe


Aus dem Norden
an die Märkte

Energiehandel - Vermarktung - Marktintegration

Ob Ost ob West, to hus is best! Energielogistik made in Medelby.

Nordgröön übernimmt die komplette Vermarktung von Windenergieanlagen und sorgt somit für die Marktintegration von Erneuerbaren Energien. Hierfür binden wir Eure Anlagen in unser virtuelles Kraftwerk ein und bilden damit ein Verbund aus Erzeugern und Verbrauchern. Durch diese einfache und direkte Verbindung von Erzeugung und Verbrauch vernetzen wir die Region auch energiewirtschaftlich und erhöhen den regionalen Wertschöpfungseffekt.

Der Wind weht, die Mühle steht! Dieses Phänomen ist wohl jedem Schleswig-Holsteiner bekannt. Dahinter versteckt sich zumeist ein so genannter Einspeisemanagementeinsatz. Hierbei werden gezielt Erzeuger abgeschaltet um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden. Eine netzkritische Situation entsteht dann, wenn mehr Erzeuger ihre Energie ins Netz bringen wollen als das Netz aufnehmen und abtransportieren kann. Dies ist zumeist an windigen und sonnigen Tagen der Fall, da dort die Erneuerbaren Energien richtig aufdrehen. Aus den letzten beiden Jahren lässt sich der steigendende Trend vor allem in den Wintermonaten klar erkennen.

Durchschnittlich abgeschaltete Erzeugungskapazität im SH-Netz

Durchschnittliche abgeschaltete Erzeugerkapazität Netzregion SH Netz (Quelle: Eigene Berechnungen nach Daten von SH Netz AG und TenneT TSO)

Aber warum wird eigentlich abgeschaltet? Dazu ein praktisches Beispiel: Ein Braunkohlekraftwerk in Ostdeutschland will Strom an einen Industriebetrieb in Süddeutschland verkaufen. Beide verhandeln daraufhin einen Preis und das Geschäft kommt letztendlich zu Stande. Damit ist die energiewirtschaftliche Lieferbeziehung abgehakt und beide müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob die Netzkapazitäten wirklich für den physikalischen Energietransfer ausreichen.

Tritt nun die tatsächliche Belieferung ein und der Übertragungsnetzbetreiber erkennt, dass das Netz den Strom doch nicht transportieren kann, wird regulierend eingegriffen. Ein sog. Redispatch wird vollzogen. Bei uns im Norden wird jedoch kein Redispatch vorgenommen, was unserer Meinung nach eine klare Benachteiligung der Erneuerbaren Energien ist. Im Jahr 2015 haben sich die abgeschalteten Erzeugungskapazitäten durch Eismann hier in Schleswig-Holstein vor allem im Nordwesten abgespielt.

Regional verteilte abgeschaltete Erzeugungskapazitäten im SH-Netz

Einspeisemanagementschaltungen im SH-Netz-Gebiet (Quelle: Eigene Berechnungen nach Daten von SH Netz AG und TenneT TSO)

Gleichzeitig weist er ein Kraftwerk in der Nähe des Verbrauchers an zu erhöhen, obwohl dieses eigentlich gar nicht laufen sollte. Technisch funktioniert dieser Eingriff einwandfrei, nur kostet dieser Redispatch am Ende Geld, das wiederrum durch Netzentgelte auf fast alle Stromkunden umgelegt wird.

Um diese Situationen zu ändern, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnten die Netze ausgebaut und Deutschland zu einer Kupferplatte gemacht werden. Die Diskussion über den volkswirtschaftlichen Nutzen dieser Möglichkeit erhitzt meist selbst unsere ruhigen, friesischen Gemüter, denn die Kosten hierfür trägt wiederrum jeder Stromkunde. Man baut ja auch nicht alle Straßen aus bis kein Stau mehr entsteht. Das wäre überdimensioniert und viel zu teuer.

Wir finden, dass der Netzausbau mit Augenmaß stattfinden muss und zuerst eine sinnvolle Nutzung vor Ort anvisiert werden sollte. Jede verbrauchte Kilowattstunde in der Region reduziert den Abtransport eines sehr wertvollen Gutes. Und so sind wir auch sehr schnell beim Thema Sektorenkopplung und bei der Nutzung von überschüssigen Windstrom. Denn genau dieser Strom könnte beispielsweise für Stromspeicher, die dezentrale Wärmeerzeugung oder den E-Mobilitätsektor genutzt werden. Platt gesagt: Die Energiewende vor Ort kombiniert mit einem erheblichen regionalen Wertschöpfungseffekt.